Über uns

Ältere Unternehmensberichte (Geschäftsberichte):

Die AOK Baden-Württemberg versichert mehr als 4 Millionen Menschen im Land und verfügt über ein Haushaltsvolumen von 15 Milliarden Euro.

Der Beitragssatz der AOK Baden-Württemberg beträgt 15,6 %.

Die AOK Baden-Württemberg ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit paritätischer Selbstverwaltung von Versicherten- und Arbeitgebervertretern.

Sie haben Wünsche, Anregungen, Sorgen oder möchten Kritik äußern? Das AOK-Service-Telefon ist für Sie kostenlos unter der Nummer 0800 265 29 65 erreichbar.

Das Internetangebot Ihrer lokalen AOK-Bezirksdirektion vor Ort mit aktuellen Terminen, Vorträgen, Sport-Angeboten u. v. m. finden Sie hier.

Ohne Umwege finden Sie hier die Anschrift, die Betriebsnummer und die Bankverbindung Ihrer örtlichen AOK-Bezirksdirektion.

Stand: Januar 2016.

Die soziale Selbstverwaltung geht auf die Anfänge der Sozialversicherung unter Bismarck von 1881 zurück, die heute als Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung besteht. Die Sozialversicherung ist seit Jahrzehnten ein Garant für das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Tragendes Prinzip der Sozialversicherung ist die solidarische Finanzierung und die Leistungsgewährung. Das Solidarprinzip ist ein Grundpfeiler der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Gleiche Leistungen – unabhängig vom Beitrag und gesundheitlicher Risikofaktoren.

Die Gesetzliche Krankenversicherung ist durch die soziale Selbstverwaltung geprägt. Der Begriff „Selbstverwaltung“ steht für die direkte Mitwirkung und Beteiligung der unmittelbar Betroffenen durch Organe, in die sie ihre gewählten Vertreter/innen entsenden. Wenn auch die Aufgaben der Selbstverwaltung durch gesetzliche Regelungen vorgegeben sind, so bleibt ihr immer noch ein deutlicher Gestaltungsspielraum.

Die Selbstverwaltung unterscheidet sich damit von einer reinen staatlichen oder reinen privatwirtschaftlichen Versicherung. Als mittelbare Staatsverwaltung bildet die soziale Selbstverwaltung ein wichtiges Gegengewicht zur unmittelbaren Staatsverwaltung. Mit der Selbstverwaltung verbindet sich der Anspruch der Beitragszahler (Versicherte und Arbeitgeber), bei der Verwendung der von ihnen aufgebrachten Beitragsmittel im Rahmen der gesetzlichen Rahmenbedingungen mitzubestimmen und bei grundsätzlichen Fragen beteiligt zu werden. Selbstverwaltung steht deshalb auch für praktizierte Demokratie. Die soziale Selbstverwaltung trägt auch dazu bei, dass sich die Sozialpartner (Versichertenvertreter/innen/Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände) trotz ihrer unterschiedlichen Interessenslage und sozialpolitischer Positionen gemeinsam für das bestehende Sozialversicherungssystem einsetzen und für dieses stehen.

Der Gesetzgeber reformierte mit Wirkung ab 1996 die Selbstverwaltung der Krankenkassen. Die früheren ehrenamtlichen Gremien – Vorstand und Vertreterversammlung – wurden durch den „Verwaltungsrat“ ersetzt.

Das wichtigste Organ der Selbstverwaltung der AOK Baden-Württemberg ist der Verwaltungsrat. Dieser aus Versicherten- und Arbeitgebervertretern bestehende Verwaltungsrat ist ehrenamtlich tätig. Das Gremium ist paritätisch, d. h. gleichberechtigt je zur Hälfte mit jeweils 15 Vertretern/Vertreterinnen in den beiden Gruppen besetzt. Die Selbstverwalter/innen auf der Versichertenseite kommen aus den Gewerkschaften und anderen selbstständigen Arbeitnehmerorganisationen. Auf Arbeitgeberseite stellen die Arbeitgebervereinigungen und ihre Verbände die Mitglieder des Verwaltungsrats.

Der Verwaltungsrat wird alle sechs Jahre durch Wahlen (Sozialversicherungswahlen) ermittelt. Beide Seiten müssen sich permanent um Konsens bemühen – rasche und flexible Entscheidungsfindungen sind erforderlich, um den durch Wettbewerb und Wahlfreiheit der Versicherten vorliegenden Anforderungen kundenorientiert gerecht zu werden. Die Arbeitgeber- und Versichertenvertreter/innen im Verwaltungsrat stellen je einen Vorsitzenden. Beide wechseln sich jährlich im Amt des Vorsitzes ab. Der Verwaltungsrat der AOK Baden-Württemberg wählt den aus zwei Mitgliedern bestehenden hauptamtlichen Vorstand und entscheidet über alle Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung bei der AOK. Somit hat der Verwaltungsrat wichtige Kompetenzen, die über rein formale und administrative Belange hinausgehen. Auch Fragen grundsätzlicher Versorgungskonzepte, der Geschäftspolitik oder des Marktauftritts sind beispielsweise Gegenstand der Beratungen. Er entscheidet abschließend über den bedeutsamen Haushalt der AOK Baden-Württemberg mit einem Volumen von mehr als 14 Mrd. Euro (mit Pflegeversicherung) für die Versorgung von mehr als 4 Millionen Versicherten.

Der Verwaltungsrat der Krankenkasse übernimmt gleichzeitig die Aufgaben des Verwaltungsrates der Pflegekasse.

Um unternehmenspolitische Grundsatzentscheidungen treffen zu können, benötigen die Mitglieder der Selbstverwaltung ein umfassendes Wissen über das Gesundheitswesen und müssen dabei auch politische Rahmenbedingungen und deren Entwicklungen im Blick haben. Dabei ist eine sehr enge Zusammenarbeit mit dem Hauptamt (Vorstand) und kontinuierliche Berichterstattung Grundlage.

Peer-Michael Dick
Arbeitgebervertreter

geboren am 05.12.1954

Rechtsanwalt Peer-Michael Dick ist alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates der AOK Baden-Württemberg als Arbeitgebervertreter, im jährlichen Wechsel mit Monika Lersmacher. Arbeitgebervertreter Dick begann seine berufliche Karriere nach dem 1.juristischen Staatsexamen mit einer Tätigkeit bei einem Arbeitgeberverband. Nach dem 2.juristischen Staatsexamen im Jahr 1987 wurde er juristischer Mitarbeiter des Verbandes der Metallindustrie Baden-Württemberg e.V. (VMI) in der Bezirksgruppe Stuttgart. Von 1992 bis 1996 war Peer-Michael Dick Geschäftsführer der Bezirksgruppe Göppingen des VMI. Von 1997 bis 2005 war Dick Leiter der Abteilung "Tarifpolitik, Tarifrecht und Betriebsorganisation", anschließend war er stellvertretender Hauptgeschäftsführer im Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. (Südwestmetall). Seit März 2008 ist Peer-Michael Dick Hauptgeschäftsführer von Südwestmetall und Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände e. V.

Seit Januar 2001 ist Peer-Michael Dick Mitglied im Verwaltungsrat des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) Baden-Württemberg und gleichzeitig alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates der AOK Baden-Württemberg.

Monika Lersmacher
Versichertenvertreterin

geboren am 16.07.1956

Industriekauffrau und Mediatorin Monika Lersmacher ist seit 01.01.2014 alternierende Vorsitzende des Verwaltungsrates der AOK Baden-Württemberg (Versichertenvertreterin), im jährlichen Wechsel mit Peer-Michael Dick. Ihre Karriere begann Monika Lersmacher als Industriekauffrau bei der Firma Andreae. Ihre gewerkschaftliche Tätigkeit begann sie 1980 beim DGB. Von 1982 – 1998 war sie bei der Gewerkschaft Textil-Bekleidung (GTB). Seit 1998 ist Lersmacher bei der IG Metall. Seit 2002 bei der IG Metall Bezirksleitung Baden-Württemberg, mit den Arbeitsschwerpunkten Tarifpolitik, Sozial- und Gesundheitspolitik sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Die Versichertenvertreterin hat seit 1991 verschiedene Mandate der regionalen Krankenkassen und Berufsgenossenschaften. Monika Lersmacher ist seit dem 01.01.2009 Aufsichtsratsmitglied der Berthold Leibinger GmbH und seit 1.8.2009 Aufsichtsratsmitglied der Hugo Boss AG.

Von 2011 – 2012 war Monika Lersmacher stellvertretendes Mitglied und seit 2013 Mitglied im Verwaltungsrat des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) Baden-Württemberg. Seit Juli 2011 ist Monika Lersmacher Mitglied des Bezirksrates der AOK-Bezirksdirektion Ludwigsburg-Rems-Murr und Mitglied des Verwaltungsrates der AOK Baden-Württemberg. Seit Januar 2014 ist sie alternierende Vorsitzende des Verwaltungsrates der AOK Baden-Württemberg.

Die Zusammensetzung des gesamten Verwaltungsrates:

Arbeitgebervertreter Versichertenvertreter
Klaus Althoff, Freiburg Reinhard Brinkmann, Winnenden
Karoline Bauer, Stuttgart Roland Hamm, Aalen
Rolf Blaettner, Heilbronn Gisela Haupt, Sindelfingen
Heinz Degen, Ravensburg Erich Klemm, Calw
Rüdiger Denkers, Ravensburg Wolfgang Kreis, Linkenheim
Peer Michael Dick, Stuttgart Marianne Kugler-Wendt, Heilbronn
Alfred Goll, Allensbach Oliver Kuhnle, Neckarsulm
Michael Hafner, Freiburg Nikolaus Landgraf, Stuttgart
Herbert Hilger, Stuttgart Monika Lersmacher, Stuttgart
Thomas Hohmann, Bietigheim-Bissingen Otto Meier, Meißenheim
Hans Hönninger, Hohberg Stefan Rebmann, MdB, Mannheim
Bernd Junker, Schutterwald Dagmar Schorsch-Brandt, Stuttgart
Dieter Jürgen Landrock, Lampertheim Andreas Streitberger, Unterensingen
Gerd Merkel, Walldorf Manuela Teschner, Bietigheim-Bissingen
Walter Leo Pöhlandt, Brühl Georg Wiest, Tübingen

Büro des Verwaltungsrates
Für die Unterstützung und Durchführung der Gremienberatung, Gremienarbeit und in den Angelegenheiten der Selbstverwaltung (Verwaltungsrat) der AOK Baden-Württemberg ist das „Vorstandsbüro/Büro Verwaltungsrat“ verantwortlich. Es ist sozusagen auch ein Bindeglied zwischen dem hauptamtlichen Vorstand mit dem Verwaltungsrat.

Leiter dieser Stabsstelle „Vorstandsbüro/Büro Verwaltungsrat“ ist Jürgen Röckle, AOK Baden-Württemberg, Hauptverwaltung, Presselstraße 19, 70191 Stuttgart (Tel. 0711 2593-269).

Weitere Ansprechpartner sind Alexander Allinger (0711 2593-7882), Manuel Keppler (0711 2593-7844) und Corinna Schaich (0711 2593-108).

Kontakt zum Verwaltungsrat
Sie wollen mit dem Verwaltungsrat der AOK Baden-Württemberg per E-Mail Kontakt aufnehmen? Klicken Sie hier.

Der hauptamtliche Vorstand ist für das Management des gesamten Geschäftsablaufes verantwortlich. Er führt die AOK als marktorientiertes Gesamtunternehmen nach modernen Management-Prinzipien. Die Mitglieder des Vorstandes werden vom Verwaltungsrat auf 6 Jahre gewählt:

Dr. Christopher Hermann
Vorsitzender des Vorstandes

geboren am 18.01.1955

Der Vorsitzende des Vorstandes ist seit Mitte 2000 im Vorstand der AOK Baden-Württemberg tätig.

Dr. Christopher Hermann begann seine berufliche Karriere mit dem Studium der Geschichts-, Politik- und Rechtswissenschaften in Marburg und Berlin. Nach erfolgreichem Abschluss seiner Promotion übte Dr. Hermann sozialrechtliche Tätigkeiten für verschiedene Sozialversicherungsträger aus.

In den Jahren 1987 bis 1990 war Dr. Hermann im Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages, von wo er ins Sozialministerium des Landes Nordrhein-Westfalen wechselte. Als Referatsleiter war er hier für die gesetzliche Krankenversicherung und die Aufsicht über Krankenkassen und Kassen(zahn)ärztliche Vereinigungen bis ins Jahr 1997 zuständig.

Vor seinem Wechsel zur AOK Baden-Württemberg bekleidete er den Posten des Gruppenleiters "Krankenversicherung, Heilberufe, Öffentlicher Gesundheitsdienst, Arzneimittelsicherheit und Umweltmedizin" im Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen.

Siegmar Nesch
Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes

geboren am 06.05.1966

Nach dem Studium der Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Außenwirtschaft an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Reutlingen, begann Siegmar Nesch 1992 bei der AOK Baden-Württemberg.

In verschiedenen Funktionen war er seitdem in der AOK-Hauptverwaltung tätig. Von 2004 bis 2008 als Bevollmächtigter des Vorstandsvorsitzenden zeichnete er verantwortlich für die Projekte "AOK-Qualitätsoffensive Qu10" und "Kundenorientierte Modernisierung Markt – KOMM14".

Seit 2009 war Siegmar Nesch Bevollmächtigter des Vorstandes. Diese Funktion beinhaltete die operative Verantwortung für die Bereiche Kundenmanagement, Vertrieb, Marketing, Finanzen, Personal, IT, Risikomanagement/Systementwicklung, Gesundheits- und Sozialpolitik, Immobilienmanagement und für die AOK-Bezirksdirektionen.

Im Jahr 2011 ist Siegmar Nesch zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden gewählt worden.